Jagdfreie Zonen erlaubt
Gericht billigt Entscheidung einer Grundbesitzerin

-lnw- MünsteR/Greven - Eine Tierschützerin aus Greven muss keine Jäger mehr auf ihren beiden Grundstücken dulden. Das Verwaltungsgericht Münster entschied am Freitag, dass die Frau die betreffenden Flächen im Au­ßenbereich der Stadt zu befriedeten Gebieten erklären und damit die Jagd dort untersagen darf. Nach Angaben des Gerichts war dies das erste Urteil dieser Art in Münster.

Gericht stufte Streunerkatzen noch als Haustiere ein

Ascheberg -  Der Eilbeschluss des Verwaltungsgerichts Münster zu zwei Katzen, die ein Jäger in Ascheberg gefangen hatte, ist eine Einzelfallentscheidung.

Von Theo Heitbaum

Verwilderte Katzen kommen zurück ins Revier

Wenn Jäger verwilderte Katzen im Revier aufgreifen, können sie die Tiere jetzt im Tierheim abgeben. Dort werden sie kastriert und wieder im Wald ausgesetzt. Eine Vermittlung oder Unterbringung ist nicht möglich.

Von Helmut Etzkorn

Wisente dürfen nicht frei laufen

-lnw- Bad Berleburg - Die ausgewilderten Wisente im Rothaargebirge dürfen nach einem gestern gefällten Gerichtsurteil nicht mehr frei durch die Wälder laufen. Das Landgericht Arnsberg hat am Freitag zwei Waldbauern recht gegeben. Sie waren dagegen vorgegangen, dass die freilebenden Ur-Rinder ihre Wälder betreten und immer wieder die Rinde der Buchen abfressen. Versuche des Trägervereins des international beachteten Wisent-Projekts, die Tiere davon abzuhalten, waren bisher nicht erfolgreich. Die Richter urteilten nun, dass Maßnahmen ergriffen werden müssen, damit die Tiere nicht mehr auf die Grundstücke der Waldbauern kommen können. Der Trägerverein hatte im Vorfeld betont, wenn Zäune aufgestellt würden, wäre das Projekt mit den Wildtieren, die im Frühjahr 2013 freigelassen worden waren, gescheitert. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig.

AZ 17.10.15

Jäger dürfen streunende Katzen abgeben
Münster/Ascheberg - Fundbüros der Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen müssen von Jägern aufgenommene streunende Katzen annehmen. Das hat das Verwaltungsgericht Münster am Donnerstag nach Auskunft des Landesjagdverbandes (LJV) NRW in einem Musterprozess entschieden. Ein Jagdaufseher hat mit Unterstützung des LJV den Erlass einer entsprechenden einstweiligen Anordnung gegen die Gemeinde Ascheberg erstritten. Das Fundbüro der Gemeinde hatte sich geweigert, eine von dem Jäger aufgenommene Katze anzunehmen. Nach Feststellung des Gerichts muss die Gemeinde die gefangene Hauskatze vorläufig als Fundkatze in Verwahrung nehmen und die Verfahrenskosten tragen.


Der Jagdaufseher hatte die Katze in einer Lebendfalle, die zum Fang von Raubwild, z.B. von Füchsen und Waschbären, in seinem Revier aufgestellt war, aufgefunden und dann versucht, das Tier beim örtlichen Fundbüro abzugeben.

AZ am 16.10.15

 

 

Gemeinde prüft Katzen-Urteil

Ascheberg - Die Gemeinde Ascheberg will das in einem Eilverfahren gefällte Urteil des Verwaltungsgericht Münster, wonach diese streunende Katzen, die ein Jäger in einer Lebend-Falle gefangen hatte, annehmen muss, genau prüfen und auch mit dem Städte- und Gemeindebund reden. Das ist ein Präzedenzfall“, erklärte Hauptamtsleiter Alexander Ruhe auf Anfrage unserer Zeitung. Das Gericht hat für die Antwort, wie es weitergeht, zwei Wochen gewährt.

AZ am 17.10.15

 

 

Jäger starten Volksinitiative und bereiten Klagen vor

-hir- Düsseldorf - Ab jetzt zählt jede Unterschrift. Der Landesjagdverband hat eine Volksinitiative gegen das von Rot-Grün verabschiedete Ökologische Jagdgesetz gestartet. Darüber hat Innenminister Ralf Jäger in dieser Woche den Landtag informiert. Unter dem Titel „Volksinitiative für ein ideologiefreies, praxisgerechtes Jagdrecht in NRW“ wollen die Jäger binnen eines Jahres mindestens 66.000 Unterschriften – 0,5 Prozent der Wahlberechtigten in NRW – sammeln. „Ich möchte ein kraftvolleres Signal setzen“, hängte Verbandsjustiziar Hans-Jürgen Thies am Donnerstag die Messlatte in die Höhe einer sechsstelligen Zahl von Unterschriften.

Nach den Herbstferien geht es los. Für die Aktion hat der Landesjagdverband jedes seiner 65 000 Mitglieder zum Sammlungsbeauftragten ernannt: Freunde, Kollegen, Nachbarn – alle sollen angesprochen werden. Am Jahresende werde eine Zwischenbilanz gezogen, sagte Thies. Wenn die Unterschriften im Herbst 2016 eingereicht werden, ist der Landtag am Zug. „Ziel ist es, die politische Aufmerksamkeit vor dem Landtagswahlkampf zu erreichen.“

Parallel bereiten die Jäger Klagen vor Verwaltungsgerichten vor, kündigte Thies an. Der Düsseldorfer Professor für Verwaltungsrecht, Johannes Dietlein, komme in einem Gutachten zu dem Schluss, dass mehrere Punkte im Jagdgesetz verfassungsrechtlich bedenklich sind. Deshalb denkt der Verband auch an eine Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht.

Quelle: AZ 09.10.2015

Es knirscht im Gebälk
17 Verbände protestieren gegen neues Landesnaturschutzgesetz / Ministerium weist Kritik zurück

-Frank Polke- Düsseldorf/Münster - Der Streit um die Nutzung von Wäldern, Gewässern und anderen Naturflächen in NRW wird immer schärfer. NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) will im kommenden Jahr das Landesnaturschutzgesetz verschärfen. Kernpunkt: Naturschutzverbände sollen im Genehmigungsverfahren darüber entscheiden können, ob Flächen bebaut oder wirtschaftlich genutzt werden können oder nicht.

„Kannst du mal die Leber halten“
Stimmungsvolle Lesung: Jäger lesen Jagdliteratur im Innenhof von Schloss Varlar

Von Ursula Hoffmann

Coesfeld/Rosendahl. Jagdhörner rufen zum „Sammeln der Jäger“, ein Jagdhund liegt dekorativ vor der Bühne und sorgt mit intensivem Jaulen für treffliche Begleitung des musikalischen Willkommensgrußes.

Was könnte eine perfektere Einstimmung auf eine besondere Lesung vor besonderer Kulisse sein. Der Wettergott hat ein Einsehen, die gut Hundert Zuhörer können im malerischen Innenhof des Schlosses Varlar Platz nehmen und den sehr abwechslungsreichen Vorträgen von Jägerinnen und Jägern lauschen.

Jagdunfall in Brandenburg
Jäger hielt Liebespaar in Maisfeld für Wild -
Mann tot, Frau notoperiert

 

Ein Jäger hat am Mittwochabend einen Mann in Brandenburg erschossen, eine Frau wurde schwer verletzt und musste notoperiert werden. Bislang spricht alles für einen Unfall. Es ist allerdings nicht der erste tödliche Jagdunfall in der Region.

Nach den tödlichen Schüssen eines 30 Jahre alten Jägers auf einen Mann im Nauener Ortsteil Tietzow gingen Ermittler bislang von einem Unglücksfall aus. Dieser Verdacht wurde nun offenbar bestätigt. Eine schwer verletzte 23-Jährige ist nach Polizeiangaben Donnerstagnacht notoperiert worden. Sie sei bislang nicht vernehmungsfähig.

Hundetag des Hegerings
Vorbereitung auf Prüfung / Alle Interessierten willkommen

coesfeld. Der diesjährige Hundetag des Hegerings Coesfeld findet am kommenden Samstag (29. 8.) statt. Treffpunkt ist laut Pressetext um 13 Uhr auf dem Parkplatz der Freilichtbühne Coesfeld.

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