Stadt wird keine streunenden Katzen kastrieren
Ausschuss lehnt Kastrationspflicht für Tiere ab / Tierheim: Massives Problem -Klaus Baumeister- Münster -

Problem erkannt, Problem nicht gelöst! So in etwa könnte man den Umgang der Stadt Münster mit einem sensiblen Thema umschreiben: die Kastration streunender Katzen.

Fakt ist jedenfalls, dass sich der Ausschuss für Ordnung und Personal mit überwältigender Mehrheit gegen eine städtische „Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Freigänger-Katzen“ ausgesprochen hat, wie es offiziell heißt. Ein entsprechender Antrag von ÖDP und Piraten wurde damit abgelehnt.

Westfalen
Europas größte Jagdmesse lockt nach Dortmund

Dortmund - Ein Eldorado für Jäger, Hunde- und Naturfreunde ist die Messe „Jagd und Hund“,
die von heute an bis zum 14. Februar in den Westfalenhallen Dortmund stattfinden.


Rund 800 nationale und internationale Aussteller aus 36 Nationen sind auf Europas größter Jagdmesse und ihrer Schwestermesse „Fisch und Angel“ vertreten. Schauen, Lauschen, Ausprobieren, Riechen und Schmecken – ein Tag auf der „Jagd und Hund“ spricht alle Sinne an, heißt es in einer Pressemitteilung der Veranstalter.

Auch in diesem Jahr bieten zahlreiche Protagonisten auf der Eventfläche qualifizierte jagdliche Demonstrationen. Ein Höhepunkt sind unter anderem die atemberaubenden Flugkünste der Greifvögel des Ordens Deutscher Falkoniere. Am Stand der Falkner, gleich neben der Eventfläche, kann sich jeder ausführlich über die Beizvögel und die Jagd mit ihnen informieren. |

www.jagd-und-hund.de

Betrunkener büßt Jagdschein ein

-lni- Lüneburg - Wer als Jäger volltrunken am Steuer sitzt und eine Waffe mitführt,
verliert nicht nur die Fahrerlaubnis, sondern auch Jagdschein und Waffenbesitzkarte.

Damit muss er auch sämtliche Waffen abgeben. Das hat das Verwaltungsgericht Lüneburg entschieden. Das Gericht wies in seinem am Montag bekannt gewordenen Beschluss den Widerspruch eines Jägers gegen entsprechende Verfügungen der zuständigen Verwaltungsbehörde zurück (Az: 6 B 165/15). Der Waidmann aus der Lüneburger Heide war Ende 2014 nach einem Gelage in einem Jagdhaus mitten in der Nacht mit 2,31 Promille Blutalkohol am Steuer erwischt worden. Im Kofferraum hatte er ein Gewehr und 40 Schuss Munition bei sich. Als Folge war der Mann nicht nur seinen Führerschein los. Im Strafverfahren erhielt er wegen Fahrens im Zustand der absoluten Fahruntüchtigkeit auch einen Strafbefehl in Höhe von 30 Tagessätzen. Das Verwaltungsgericht erkannte nun darauf, dass er unzuverlässig „im Sinne des Waffengesetzes“ ist.


Allgemeine Zeitung Ausgabe Nr.33
Dienstag, den 09. Februar 2016

Jagdverband scheitert vor Gericht
Kein Verbandsklagerecht beim Tierschutz

-dpa- Gelsenkirchen - Der Landesjagdverband erhält auch weiterhin kein Verbandsklagerecht in Tierschutzangelegenheiten. Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen wies am Donnerstag eine Klage des Verbandes gegen die Nichtanerkennung als Tierschutzverein ab. Der Kläger fördere durchaus Ziele des Tierschutzes, aber nicht vorwiegend, wie es das Gesetz vorschreibe, hieß es in der mündlichen Begründung. Die Kläger können beim Oberverwaltungsgericht Münster die Zulassung der Berufung beantragen.
Die Jäger hatten gegen das Land Nordrhein-Westfalen geklagt, nachdem das Umweltministerium einen Antrag auf Anerkennung abgelehnt hatte. Das 2013 erlassene Gesetz stärkt die Beteiligungs- und Anhörungsrechte von anerkannten Tierschutzvereinen. Anerkannt sind derzeit acht Vereine, darunter der Deutsche Tierschutzbund. Der Vertreter des Landesjagdverbandes sagte, dass der Verband vermutlich Berufung einlegen werde. (Az.: 16 K 1117/14)

Jagdgegner muss Jäger dulden

-dpa- düsseldorf - Tierschützer müssen Jäger grundsätzlich nicht mehr auf ihren Grundstücken dulden – vorausgesetzt, sie können ihre ethischen Bedenken glaubhaft darlegen. Ein Jagdgegner aus Grevenbroich ist daran nun gescheitert.


Der Fliesenlegermeister hatte im Frühjahr 2014 ein Jagdverbot für sein Gelände beantragt und geklagt, als der Kreis dies ablehnte. Die Gewissensgründe der Jagdgegner müssen aber laut Bundesjagdgesetz glaubhaft sein, betonte Richter Achim Kraus am Verwaltungsgericht Düsseldorf. Problem: Der Kläger hatte Anfang 2014 selbst einen Jagdschein und einen Waffenkunde-Nachweis beantragt. Der Handwerksmeister argumentierte, er habe den Jagdschein nicht für die Jagd gebraucht, sondern als Grundlage für einen Falknerschein und kündigte Berufung beim Oberverwaltungsgericht Münster an. In zwei anderen Fällen konnten sich die Jagdgegner durchsetzen.


Quelle AZ 17.12.2015

Fuchsjagd wieder erlaubt... 
Land nennt aber Einschränkungen / Artenschutz als Grundlage

-hir- Düsseldorf - Das seit dem Frühjahr in NRW geltende Verbot der Baujagd auf Füchse wird in vielen Städten und Gemeinden wieder aufgeweicht. So dürfen Jäger vor allem in der Westfälischen Bucht, am Niederrhein und in Teilen des Weserberglandes wieder Füchse und Dachse jagen – allerdings nur in Kunstbauten. In Naturbauten bleibt die Jagd verboten.

Hausarrest für Stubentiger
Zu viele Wildkatzen: Bericht rät bundesweit indirekt zur Kastration

-dpa- Berlin - Katzen könnte künftig in weiteren Teilen Deutschlands die Kastration oder ein Stubenarrest drohen. Grund seien „Kolonien herrenloser, verwilderter Katzen“, die auch hierzulande zunähmen, heißt es im neuen Tierschutzbericht der Bundesregierung. Es könne daher „erforderlich sein, den unkontrollierten freien Auslauf fortpflanzungsfähiger Haus- und Hofkatzen für einen bestimmten Zeitraum zu beschränken“.

Die „Bild“-Zeitung berichtete am Donnerstag zuerst darüber, nachdem das Bundeskabinett am Mittwoch den Tierschutzbericht 2015 beschlossen hatte. Darin wird auf eine Änderung des Tierschutzgesetzes aus dem Jahr 2013 eingegangen – damals wurde eine sogenannte Verordnungsermächtigung für die Landesregierungen eingefügt.

Wenn davon Gebrauch gemacht werde, entspreche die Regelung „de facto einer Kastrationspflicht für Haus- und Hofkatzen mit Freigang“, heißt es in dem neuen Tierschutzbericht.

In etlichen Gemeinden gibt es bereits eine solche Kennzeichnungs- und Kas­trationspflicht, vor allem in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Es soll rund zwei Millionen herumstreunende Katzen geben.

Quelle: AZ 20.11.2015

Katzenjammer im Tierheim
Tierschützer: Jäger bringen verwilderte Stubentiger in Fallen vorbei

Coesfeld. Das Tierheim in Lette hat Probleme mit verwilderten Katzen. Nach wie vor kämen Jäger mit verwilderten Katzen in Fallen, teilen die Tierschützer mit. Die Jäger würden sich auf ein Urteil Verwaltungsgerichts Münster berufen, nach dem die Gemeinde Ascheberg eine von einem Jäger in einer Lebendfalle gefangene Katze als Fundtier aufnehmen musste. Wenig später stellte der Sprecher des Verwaltungsgerichtes allerdings klar, dass verwilderte Katzen keine Fundtiere sind und nicht in die Zuständigkeit der Ordnungsbehörden fallen.

Auch der Stadtanzeiger Coesfeld bringt wie in jedem Jahr einen Beitrag zur eröffneten Jagdsaison. Doch lesen Sie selbst:

Katzenvolkszählung in den Kommunen
Remmel gibt Tipps zur Tier-Kontrolle


-Hilmar Riemenschneider- Düsseldorf - Nachdem die Jäger nur noch in Ausnahmefällen freilaufende Katzen töten dürfen, müssen sich die Kommunen mit den wachsenden Populationen vor Ort befassen. Und damit beginnt der Katzenjammer: Denn bevor Städte und Gemeinden ein Kastrationsgebot für Katzen verordnen, um die Bestände kontrollieren zu können, müssen sie erst Fleißarbeit leisten.

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