Gefahr durch Wolfsangriffe immer größer


-Frank Polke- Münster/Borken - Die Gefahr durch Wolfsangriffe wird immer größer. Nach Informationen unserer Zeitung haben Wölfe deutschlandweit im Jahr 2017 genau 1667 Nutztiere getötet oder verletzt – das sind 65 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Im vergangenen Jahr, zu dem offiziell noch keine Zahlen vorliegen, dürfte sich die Zahl fast verdoppelt haben. Hauptsächlich betroffen sind nach Angaben der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf Schafe und Ziegen, zunehmend aber auch Weidetiere wie Rinder und Pferde. Derzeit leben bereits über 1000 Wölfe in Deutschland, innerhalb der nächsten Jahre wird sich diese Zahl nach Schätzungen verdoppeln. „Es besteht dringend Handlungsbedarf, damit die Zahl der getöteten Tiere nicht weiter exponentiell ansteigt“, sagt Helmut Damann-Tamke vom Präsidium des Deutschen Jagdverbandes (DJV). „Der Wolf hat in Deutschland ein Existenzrecht, doch Willkommen Wolf allein reicht nicht.“


Vor allem in Brandenburg, Sachsen und Niedersachsen fordern die zuständigen Landesregierungen bereits ein aktives Wolfsmanagement mit einer begrenzten Abschussgenehmigung. Im Kreis Nienburg hat ein Wolfsrudel zuletzt eine Pferdeherde angegriffen und mehrere Tiere getötet. In NRW gibt es zwei ausgewiesene Wolfsgebiete, eines davon umfasst unter anderem Teile der Kreise Borken, Wesel und Recklinghausen.

Quelle: AZ vom 21.02.2019 Seite 1

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.