China kauft wegen Afrikanischer Schweinepest deutschen Markt leer

Schweinepreise explodieren


-Frank Polke- Münster/Bonn - Das ungehinderte Ausbreiten der Afri­ka­nischen Schweinepest (ASP) in Asien sorgt für eine regelrechte Explosion der Schweinepreise in Deutschland. ­Vereinzelt sind Lieferengpässe bei Ferkel und Schweinen zu beobachten. In den vergangenen Monaten wurden in China zwischen 150 und 200 Millionen Schweine ge­tötet oder starben an der für den Menschen ungefähr­lichen Schweinepest – nach offiziellen Zahlen ein Drittel des Bestandes.

Nordrhein-westfälischer Landesjägertag in Münster

Viel Lob und viele Herausforderungen für die Jäger

Münster -

Es ist ruhiger geworden in den vergangenen Jahren. Es gibt Beifall für die Ministerin, keine Proteste vor der Halle Münsterland, viele Stände von Fachverbänden – der Landesjägertag am Samstag läuft rein äußerlich in ruhigen Bahnen ab. Doch die Probleme sind groß, global fast.

Von Frank Polke

Landesjägerschaft fordert Aufnahme des heimischen Bestands ins Bundesjagdgesetz

„Wolf nicht aus den Augen lassen“


Münster - In der Debatte um den Umgang mit den wieder in Deutschland heimischen Wölfen plädieren die Jäger dafür, dass die Tiere ins Bundesjagdgesetz aufgenommen werden. Der Bestand sei inzwischen so groß, dass man den Wolf nicht aus den Augen lassen dürfe, sagt der Präsident des Landesjagdverbandes, Ralph Müller-Schallenberg, im Interview mit unserem Korrespondenten Hilmar Riemenschneider. Das wird eines der Themen beim Landesjägertag, der an diesem Samstag in Münster stattfindet.

Im Kreis Steinfurt ereignen sich die meisten Wildunfälle im Münsterland – das soll anders werden

Zu viel ist zu viel

-Elmar Ries- Steinfurt - Die Zahl der Wildunfälle steigt auch im Münsterland – seit Jahren und kon­tinuierlich. Spitzenreiter ist hier der Kreis Steinfurt. Rund 1500 mal krachte es 2018 in den Kreisen Borken und Warendorf. Im Kreis Coesfeld war es 1268-mal der Fall. Im Kreis Steinfurt rappelte es hinge­gen 2262-mal.

Zu viel ist zu viel, entschieden Polizei, Kreisverwaltung, Jägerschaft, Landwirte und Straßen-NRW ganz oben im Münsterland: In der kommenden Woche startet darum auf der L 591 zwischen Lengerich und Lienen ein landesweites Pilotprojekt, mit dem die Unfallzahlen gesenkt werden sollen. Pate stand hierbei der Landkreis Diepholz. Er hatte das gleiche Problem – und offenbar eine gute Lösung. „Die Erfahrungen dort sind jedenfalls positiv“, sagt Polizeihauptkommissar Jürgen Bauland. Das gibt Hoffnung.

Der erste Wolfsriss im Münsterland

-fk- Westerkappeln - Jetzt ist es amtlich: In Westerkappeln war ein Wolf unterwegs. Das Tier hatte im März innerhalb von 15 Tagen zweimal Damwild in einem Zuchtgehege in einer Bauerschaft gerissen. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (Lanuv) hat dies am Dienstag bestätigt. Es handelte sich dabei in beiden Fällen um dieselbe Fähe – so werden weibliche Wölfe genannt. Das Tier wird mit der Kennung GW965f geführt – „GW“ steht dabei für German Wulf, das „f“ für female (weiblich).


Die Wölfin hatte sich in Westerkappeln am 12. und am 27. März an dem Gehege unter einen Zaun durch­gegraben und jeweils ein Damtier getötet. Im ersten Fall wurde die Beute fast völlig aufgefressen, am 27. März wurde der Wolf nach dem Riss gestört. Der Kadaver blieb unversehrt. Es sind die ersten bestätigten Wolfsrisse im Münsterland.

Wölfe in jedem zweiten Revier gesichtet

-fpl- Münster/Magdeburg - Die Zahl der in Deutschland lebenden Wölfe steigt weiter deutlich an. Nach Informationen unserer Zeitung leben derzeit mindestens 1000 Wölfe im Bundesgebiet. Experten gehen davon aus, dass sich diese Zahl in den kommenden drei Jahren verdoppeln wird. Besonders stark wächst die Population im Osten. Nach Angaben des Deutschen Jagdverbandes wurden zum Beispiel in Sachsen-Anhalt im vergangenen Jahr in der Hälfte aller Reviere Wölfe gesichtet. Der Verband beruft sich auf Untersuchungen der Universität für Bodenkultur Wien. Dies ist eine Zunahme um 260 Prozent im Vergleich zum Jahr 2014.


Das Bundeskanzleramt reagiert auf die uneinheitlichen gesetzlichen Vorgaben durch die Länder im Umgang mit dem Wolf. Ziel ist es, die Interessen von Nutztierhaltern und Naturschützern in Einklang zu bringen.

Schwarze Bälle gegen das Insekten-Verstummen

Von Ulla Wolanewitz


Nottuln-Darup. Was sich aus Lehm, torffreier Blumenerde und Samen machen lässt? Erstklassige „seedballs“, sprich Samenkugel, die – dem heimischen Erdreich zugeführt – Magariten, Astern, Malven und Kornblumen sprießen lassen. Simon Peletz und Felix Wigger mischten und formten am Donnerstagabend im Hof Schoppmann die kleinen schwarzen Bälle, die die Gäste nach der Veranstaltung als Präsent mit auf den Heimweg bekamen.


Voll besetzt präsentierte sich die Tenne, schließlich wurde hoher Besuch aus Berlin erwartet. Der SPD-Landtagsabgeordnete André Stinka begrüßte hier die Bundesumweltministerin. „Wir arbeiten seit 35 Jahren gut zusammen. Wenn André mich ins Münsterland einlädt, ist es mir eine Verpflichtung und ich komme sehr gerne“, erklärte Svenja Schulze den 120 Gästen.


150 blühende Kilometer für Insekten
Von Leon Seyock



Rosendahl. Noch sind es nicht die Insekten, die auf den Feldern brummen, sondern die Traktoren der Oldtimer-Freunde aus Osterwick. Diese haben sich gestern auf den Weg gemacht, um für die Mitglieder des Landwirtschaftlichen Ortsverbandes Osterwick (LOV) die „Blütenpracht am Wegesrand“ auszusäen. Die Blühstreifen wachsen in den kommenden Wochen heran und erstrahlen ab Juni in ihren schönsten Blüten – bis in den Herbst hinein.


Deutsche Reiterliche Vereinigung fordert mehr Schutz für Pferde auf Weidegebieten

„Wir wissen, wo die Wölfe sind“


-Dorle Neumann- Münster - Die Wölfe sind zurückgekehrt – kaum ein Thema hat in der Landwirtschaft die Gemüter in den vergangenen Monaten so erhitzt. Während die Schafshalter an vorderster Front gegen eine ungehinderte Ausbreitung und für die kontrollierte Bejagung eintreten, halten sich die Pferdezüchter und -halter mit ihrer Kritik noch im Hintergrund – auch in der Pferderegion Westfalen.

Jäger erstatten Anzeige


   -gh- Münster - Die Kreisjägerschaft Münster, die sich in der Mensa am Coesfelder Kreuz mit rund 160 Teilnehmern zur Jahreshauptversammlung traf, will jetzt bei der Polizei Anzeige erstatten: Radikale Tierschützer hatten am Freitagabend an der Bushaltestelle vor der Mensa in Münster Plakate angebracht. Sie forderten unter anderem dazu auf, Hochsitze der Jäger anzusägen und äußerten sich abfällig über die Jagd. Eines der Plakate zeigt einen angesägten Hochsitz. 

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