Landtag verabschiedet neues Jagdgesetz: Auflagen gelockert

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Auflagen für die Jagd in Nordrhein-Westfalen werden wieder gelockert. Der Landtag hat am Donnerstag mit den Stimmen von CDU, FDP und AfD die Novelle des Jagdgesetzes beschlossen. Damit wurden zahlreiche Beschränkungen aus dem ökologischen Jagdgesetz der rot-grünen Vorgängerregierung wieder aufgehoben. SPD und Grüne übten massive Kritik. Die Landesregierung mache sich zum «Erfüllungsgehilfen des Jagdverbandes», so die Grünen. Die SPD sprach von einem «Kniefall vor der Jäger-Lobby».

Die 2015 von Rot-Grün ausgedünnte Liste der unter Jagdrecht stehenden Arten enthält nun wieder alle in NRW heimischen Tiere und ist laut Regierung damit am Bundesgesetz ausgerichtet. Bedrohte Arten wie Wildkatzen oder Fischotter, die auch in NRW vorkommen, dürfen aber trotzdem weiterhin nicht gejagt werden.

Wildschweine dürfen bis 2023 ganzjährig bejagt werden, der Muttertierschutz muss aber gewahrt werden. Damit soll eine Übertragung der Afrikanischen Schweinepest vermieden werden. Beim Fuchs wird die Baujagd wieder freigegeben. Besonders umstritten ist, dass statt des bisherigen «Nachweises einer besonderen Schießfertigkeit» etwa für Treibjagden jetzt nur noch ein «Schießübungsnachweis» erforderlich ist.

Quelle: Donnerstag, 21.02.2019, 14:08 Uhr

Gesetzentwurf Landesjagdgesetz (Drucksache 17/3569)

 

 
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