Landesregierung bereitet Verordnung für den Fall eines ASP-Ausbruchs vor

Traurig, aber notwendig und hoffentlich bald überflüssig

 Düsseldorf/Dortmund, 8. Januar 2020 (LJV). Die nordrhein-westfälische Landesregierung plant eine Verordnung über die Anwendung besonderer jagdlicher Maßnahmen zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Nach der Beteiligung des zuständigen Umweltausschusses wird die Verordnung voraussichtlich in Kürze in Kraft treten. Im Falle des ASP-Ausbruchs werden danach in ausgewiesenen Gebieten vorübergehend besondere Maßnahmen bei der Schwarzwildbejagung erlaubt und diverse Jagdverbote aufgehoben sein.

Bundestag beschließt leichteren Abschuss von Wölfen

 Berlin, 20. Dezember 2019 (dpa). Wölfe dürfen zum Schutz von Schafen und anderen Weidetieren in Deutschland künftig leichter abgeschossen werden. Der Bundestag beschloss am Donnerstag ein entsprechendes Gesetz, auf das sich die große Koalition nach monatelangem Streit verständigt hatte.

Demnach soll ein Abschuss auch dann möglich sein, wenn unklar ist, welcher Wolf genau zum Beispiel eine Schafherde angegriffen hat.

Füttern und Anlocken der geschützten Tiere soll verboten werden. Die Maßnahmen sollen wirtschaftliche Schäden für Bauern und Hobbyschäfer abwenden und auch Verunsicherung in vielen Dörfern entgegenwirken.

Verschärfungen im Waffenrecht sind beschlossene Sache

 Extremisten sollen schwerer an legale Waffen kommen. Das ist ein wichtiges Ziel der härteren Regeln, denen nun auch der Bundesrat zugestimmt hat. Der Jagdverband ist unzufrieden.

 

Berlin, 20. Dezember 2019 (dpa). Das Waffenrecht wird verschärft. Künftig müssen die Behörden immer beim Verfassungsschutz nachfragen, bevor sie Waffenerlaubnisse vergeben. Das soll Extremisten den Zugriff auf Waffen erschweren. Die Reform wurde am Freitag vom Bundesrat gebilligt. Nun können die Neuerungen zum Großteil Mitte 2020 in Kraft treten.

Afrikanische Schweinepest nähert sich Deutschland aus dem Osten

Berlin, 19. November 2019 (DJV). Rund 80 Kilometer entfernt von Brandenburg haben polnische Behörden bei zwei Wildschweinen erstmals das Virus der Afrikanischen Schweinepest (ASP) nachgewiesen. Der nächstgelegene ASP-Fall liegt 300 Kilometer weiter östlich. Der Deutsche Jagdverband (DJV) bittet schwerpunktmäßig Jäger, Förster und Landwirte, verstärkt auf verdächtige Wildschweinkadaver zu achten. Dies gilt insbesondere für grenznahe Regionen in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Wegen des hohen Verbreitungsrisikos der Krankheit sollten Menschen tot aufgefundene Tiere nicht anfassen und auf keinen Fall eigenhändig transportieren. Experten bergen im Ernstfall verdächtige Tierkadaver in speziellen, dichten Behältnissen. Die Tiere werden anschließend verbrannt.

 

Das Virus ist für den Menschen ungefährlich, tötet allerdings die meisten infizierten Haus- und Wildschweine in kürzester Zeit. Die Früherkennung eines möglichen Ausbruchs der ASP ist besonders wichtig, um die weitere Ausbreitung zu verhindern. In Zusammenarbeit mit dem Friedlich-Loeffler-Institut hat der DJV deshalb das Tierfund-Kataster (www.tierfund-kataster.de) ausgebaut: Eingetragene Daten zu toten Wildschweinen werden automatisch an das zuständigen Veterinäramt weitergeleitet. So können Behörden im Ernstfall schnell Maßnahmen einleiten.

 

Verantwortlich für die schnelle Verbreitung der Tierkrankheit über hunderte von Kilometern ist der Mensch. Das Virus überlebt im Schlamm von Radkästen bis zu 100 Tage, ebenso in geräucherter Ware wie Salami und Schinken. Der DJV ruft Reisende dazu auf, keine Wurst- und Fleischwaren oder Hundefutter aus Risikogebieten nach Deutschland einzuführen. Jäger, insbesondere Schweinehalter, sollten auf Jagdreisen in betroffene Gebiete verzichten.

 

Infizierte Tiere zeigen sehr schwere Symptome wie Fieber, Schwäche, Fressunlust, Bewegungsstörungen und Atemprobleme. Männliche und weibliche Tiere jeden Alters sind gleichermaßen betroffen. Durchfall und Blutungen an Nase und Haut können ebenfalls auftreten. Erkrankte Tiere zeigen mitunter eine verringerte Fluchtbereitschaft. Jäger sollten beim Ausnehmen von Wildscheinen auf vergrößerte, „blutige“ Lymphknoten achten, ebenso auf eine vergrößerte Milz sowie feine, punkt- oder flächenförmige Blutungen in den Organen, der Haut oder Unterhaut.

Landesjagdverband ruft zur intensiven Schwarzwildjagd auf

Dortmund, 22. November 2019 (LJV). Angesichts der aktuellen Gefährdungslage wiederholt der Landesjagdverband seinen Appell an alle nordrhein-westfälischen Jägerinnen und Jäger, die derzeitige Jagdsaison intensiv zur Schwarzwildbejagung zu nutzen und im Rahmen des in diesem Jahr neu geschaffenen Rechtsrahmens unter selbstverständlicher Beachtung der Grundsätze der Waidgerechtigkeit alles zu unternehmen, um die Wildschweinbestände weiter zu reduzieren.

Vierköpfiges Team für künftige LJV-Führung vorgeschlagen

Nicole Heitzig soll Ralph Müller-Schallenberg folgen
Thies und Schorn als Vizepräsidenten
Dr. Bottermann als Schatzmeister vorgeschlagen

Mitglieder entscheiden im August 2020

Einstimmig hat das Präsidium des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen am Mittwoch (4. Dezember) einen Vorschlag für das künftige Präsidium an der Spitze des LJV beschlossen. Nachfolgerin des im kommenden Jahr nicht erneut kandidierenden Präsidenten Ralph Müller-Schallenberg soll Nicole Heitzig, die Vorsitzende der Kreisjägerschaft Hochsauerland, werden.

Als Vizepräsidenten werden der bisherige Amtsinhaber Hans-Jürgen Thies MdB aus dem Landesteil Westfalen und Lutz Schorn, Vorsitzender der Bonner Jägerschaft, als Nachfolger des altersbedingt ausscheidenden Georg Kurella aus dem Rheinland vorgeschlagen. Für das vierköpfige Führungsteam ist auch der bisherige Schatzmeister Dr. Peter Bottermann erneut nominiert. Gewählt wird das neue Präsidium am 22. August 2020 auf der entscheidenden Mitgliederversammlung des Landesjagdverbandes in Düsseldorf.

LJV-Präsident Ralph Müller-Schallenberg, der den Verband seit acht Jahren führt und auch dem Präsidium des Deutschen Jagdverbandes angehört, hatte bereits vor Monaten bekannt gegeben, sich im kommenden Jahr nicht um eine weitere vierjährige Amtszeit zu bewerben. „Wir haben frühzeitig einen überzeugenden Vorschlag für meine Nachfolge und ein starkes Führungsteam gemacht. Ich bin sehr zuversichtlich, dass ich im nächsten Sommer mein Amt an der Spitze eines erfolgreichen und geschlossenen Landesjagdverbandes übergeben kann“, sagte Ralph Müller-Schallenberg zum Vorschlag für das künftige LJV-Präsidium.

Audite

lautet der Titel des zweiten - von Cornelia Thies, Sprecherin der jagenden Damen und Reinhard Elsbecker, Obmann für das jagdliche Brauchtum- organisierten Konzertes der Jagdhornbläser der Kreisjägerschaft Coesfeld.

Und wer vor drei Jahren das Konzert "Tradition trifft Moderne" erlebt hat, dürfte bereits durch den Aufruf "Audite" hellhörig werden; denn man darf sich sicher sein, dass die Corps aus Baumberg-Stevern, Coesfeld, Dülmen, Senden und Olfen wieder einmal gekonnt ihren Facettenreichtum präsentieren.

So werden am 4. Advent im wunderschönen Ambiente der weihnachtlich geschmückten St. Jakobi -Kirche Coesfeld (Ritterstraße) ab 16.00 Uhr Musikstücke zu hören sein, die für stimmungsvolle, aber auch sehr besinnliche Momente sorgen.

Die Organisatoren versprechen den Zuhörern ein abwechslungsreiches Programm, gespielt auf Natur- Ventil- und Alphörnern.

Begleiten Sie die Bläser auf eine Reise durch verschiedene Epochen und musikalische Stilrichtungen, denn Fanfaren zu Ehren Maria Theresias, Vivaldis Winter aus den "Vier Jahreszeiten", Echos, die an idyllische Bergwelten erinnern, nationale und internationale Weihnachtslieder sind nur ein Auszug der klangvollen Streifzüge, welche von Vivaldi bis zum traditionellen Weihnachtslied keine Wünsche offen lassen.

Der Eintritt ist frei. Mit ihren Spenden unterstützen die Zuhörer das Projekt ,, Lichtblicke “ von Radio Kiepenkerl.

Innenminister Seehofer schießt bei der Waffenrechtsänderung über das Ziel hinaus

 

Berlin, 23. Oktober 2019 (DJV). Bundesinnenminister Horst Seehofer will das Waffengesetz drastisch verschärfen und nutzt unter anderem das Attentat von Halle als Vorwand. Der Täter hatte sich seine Waffen mit einem 3-D-Drucker selbst gebaut. Die Verbände des Forum Waffenrecht und der Deutsche Schützenbund protestieren entschieden dagegen: Schärfere Regelungen verhindern solche Taten nicht und treffen grundlos legale, gesetzestreue Waffenbesitzer und weitere unbeteiligte Bevölkerungsgruppen.

Schwarzwild intensiv und waidgerecht bejagen

 Dortmund, 12. August 2019 (LJV). Am 30. Juli 2019 trat die zweite Verordnung zur Änderung der Landesjagdzeitenverordnung in Kraft. Insbesondere wird dadurch das Verbot der Bewegungsjagd sowie des Hundeeinsatzes bei der Jagd auf Schwarzwild in der Zeit vom 16. Januar bis 31. Juli aufgehoben.

 Die Änderung geschah mit Blick auf die nach wie vor hohe Vermehrungsrate und die weiterhin notwendige Bestandsreduktion beim Schwarzwild insbesondere zur Vorbeugung eines ASP-Ausbruchs in NRW mit einem zu erwartenden volkswirtschaftlichen Schaden in Milliardenhöhe.

 Der Landesjagdverband begrüßt die Änderung, die den nordrhein-westfälischen Jägerinnen und Jägern wieder mehr Eigenverantwortung einräumt und mehr Möglichkeiten der Schwarzwildbejagung schafft. Dass dieser neuen Verantwortung in tierschutz- und waidgerechter Form Rechnung zu tragen ist, ist selbstverständlich und obliegt einem jeden einzelnen Jäger.

 Ferner weist der Landesjagdverband darauf hin, dass grundsätzlich bereits ab dem Jahreswechsel große revierübergreifende Bewegungsjagden möglichst vermieden werden sollten.

 Wer aber beispielsweise in der zweiten Januarhälfte (das ist in NRW die schneereiche Zeit) nach einer Neuen kreist und dabei Sauen in einer Dickung festmacht, hat nun auch wieder Gelegenheit, diese mit Hunden zu bejagen.

 Auch die Maisjagd mit Hunden im Juli wird durch die neue Landesjagdzeitenverordnung wieder ermöglicht.

 Entschieden weist der Landesjagdverband NRW die Kritik jener zurück, die augenscheinlich mit Wehmut an Zeiten remmelscher Gängelungspolitik zurückblicken. Die nordrhein-westfälischen Jägerinnen und Jäger sind ausgezeichnet ausgebildet und deshalb sehr gut in der Lage, mit der neu gewonnenen Verantwortung waidgerecht und tierschutzkonform umzugehen. Das haben sie auch in der Vergangenheit immer wieder bewiesen.

Lob für Jägerinnen und Jäger in NRW

800 Teilnehmer erlebten Landesjägertag in Münster am 18. Mai 2019

Münster, 23. Mai 2019 (LJV). „NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser lobte am vergangenen Samstag das Engagement der nordrhein-westfälischen Jägerinnen und Jäger: „Sie leisten mit ihrer Arbeit und mit Ihrem Einsatz einen wertvollen Beitrag zum Schutz und dem Erhalt der Natur.“ Dem stimmten auch die anderen Redner zu.

Von der neuen Waldschule bis zum Jagdgesetz


Kreis Coesfeld. Das Wechselspiel zwischen Tieren und Pflanzen war Thema des Wildbiologen und Jagdwissenschaftlers Dr. Michael Petrak, der vor 64 Jägern in der Mitgliederversammlung der Kreisjägerschaft sprach. Dieses Wechselspiel habe sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert, so der Leiter der Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadenverhütung des Landes NRW. Die Spezialisierung in der Landwirtschaft, die Trennung von Pflanzenbau und Viehhaltung und eine insgesamt intensivere Nutzung hätten dazu geführt, dass die Lebensraumqualität für Wildtiere gesunken sei. Aus dieser Situation gelte es, das Beste zu machen. So gebe es verschiedene Fördermöglichkeiten zu Reviergestaltung.


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