Schwarzwild intensiv und waidgerecht bejagen

 Dortmund, 12. August 2019 (LJV). Am 30. Juli 2019 trat die zweite Verordnung zur Änderung der Landesjagdzeitenverordnung in Kraft. Insbesondere wird dadurch das Verbot der Bewegungsjagd sowie des Hundeeinsatzes bei der Jagd auf Schwarzwild in der Zeit vom 16. Januar bis 31. Juli aufgehoben.

 Die Änderung geschah mit Blick auf die nach wie vor hohe Vermehrungsrate und die weiterhin notwendige Bestandsreduktion beim Schwarzwild insbesondere zur Vorbeugung eines ASP-Ausbruchs in NRW mit einem zu erwartenden volkswirtschaftlichen Schaden in Milliardenhöhe.

 Der Landesjagdverband begrüßt die Änderung, die den nordrhein-westfälischen Jägerinnen und Jägern wieder mehr Eigenverantwortung einräumt und mehr Möglichkeiten der Schwarzwildbejagung schafft. Dass dieser neuen Verantwortung in tierschutz- und waidgerechter Form Rechnung zu tragen ist, ist selbstverständlich und obliegt einem jeden einzelnen Jäger.

 Ferner weist der Landesjagdverband darauf hin, dass grundsätzlich bereits ab dem Jahreswechsel große revierübergreifende Bewegungsjagden möglichst vermieden werden sollten.

 Wer aber beispielsweise in der zweiten Januarhälfte (das ist in NRW die schneereiche Zeit) nach einer Neuen kreist und dabei Sauen in einer Dickung festmacht, hat nun auch wieder Gelegenheit, diese mit Hunden zu bejagen.

 Auch die Maisjagd mit Hunden im Juli wird durch die neue Landesjagdzeitenverordnung wieder ermöglicht.

 Entschieden weist der Landesjagdverband NRW die Kritik jener zurück, die augenscheinlich mit Wehmut an Zeiten remmelscher Gängelungspolitik zurückblicken. Die nordrhein-westfälischen Jägerinnen und Jäger sind ausgezeichnet ausgebildet und deshalb sehr gut in der Lage, mit der neu gewonnenen Verantwortung waidgerecht und tierschutzkonform umzugehen. Das haben sie auch in der Vergangenheit immer wieder bewiesen.

Lob für Jägerinnen und Jäger in NRW

800 Teilnehmer erlebten Landesjägertag in Münster am 18. Mai 2019

Münster, 23. Mai 2019 (LJV). „NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser lobte am vergangenen Samstag das Engagement der nordrhein-westfälischen Jägerinnen und Jäger: „Sie leisten mit ihrer Arbeit und mit Ihrem Einsatz einen wertvollen Beitrag zum Schutz und dem Erhalt der Natur.“ Dem stimmten auch die anderen Redner zu.

Von der neuen Waldschule bis zum Jagdgesetz


Kreis Coesfeld. Das Wechselspiel zwischen Tieren und Pflanzen war Thema des Wildbiologen und Jagdwissenschaftlers Dr. Michael Petrak, der vor 64 Jägern in der Mitgliederversammlung der Kreisjägerschaft sprach. Dieses Wechselspiel habe sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert, so der Leiter der Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadenverhütung des Landes NRW. Die Spezialisierung in der Landwirtschaft, die Trennung von Pflanzenbau und Viehhaltung und eine insgesamt intensivere Nutzung hätten dazu geführt, dass die Lebensraumqualität für Wildtiere gesunken sei. Aus dieser Situation gelte es, das Beste zu machen. So gebe es verschiedene Fördermöglichkeiten zu Reviergestaltung.


Nachdruck aus RWJ 04/2019:  Am 21. Februar verabschiedet, seit 13. März in Kraft

Was bringt das neue Landesjagdgesetz?


Seit dem 13. März gelten mit dem neuen Landesjagdgesetz für Jäger zwischen Rhein und Weser erfreuliche Korrekturen – für eine praxisgerechtere Jagd.

Zum Tierartenkatalog gehören Rot-, Dam-, Sika-, Reh-, Muffel- sowie Schwarzwild, Feldhase, Wildkaninchen, Wildkatze, Baummarder, Steinmarder, Iltis, Hermelin, Mauswiesel, Dachs, Fischotter, Fuchs, Mink, Waschbär und Marderhund (Haarwild). Unter Federwild fallen derzeit Reb- und Haselhuhn, Fasan, Wachtel, Wildtruthahn, Ringel-, Hohl-, Türken-, Turteltaube, Grau-, Schnee-, Kanada-, Weißwangen-, Nil-, Brand- u. Rostgans, Stock-, Braut-, Mandarin-, Schnatter-, Krick-, Knäck-, Löffel-, Kolben-, Tafel- u. Reiherente, Gänsesäger, Blässhuhn, Höckerschwan, Waldschnepfe, Lach-, Schwarzkopf-, Sturm-, Silber-, Mittelmeer- u. Heringsmöwe, Haubentaucher, Graureiher, Wespen- u. Mäusebussard, Wiesen- u. Rohrweihe, Habicht, Sperber, Rot-, Schwarzmilan, Baum-, Wander- u. Turmfalke, Rabenkrähe, Elster und Kolkrabe.

Sachstand Jagdabgabe

 

     Das OVG in Münster hat die bisherige nordrhein-westfälische Jagdabgabe für verfassungswidrig erklärt.

  •   Mit der am 21. Februar 2019 verabschiedeten Jagdrechtsänderung ist nun auch die Jagdabgabeerhebung gesetzlich abgeschafft worden.

  •   Bei der Finanzierung der bisher aus den Mitteln der Jagdabgabe geförderten jagdlichen Gemeinschaftsaufgaben kommt somit in Zukunft neue Verantwortung auf uns zu.

    Für diesen Fall haben das Präsidium und der Landesvorstand des LJV NRW bereits in ihrer letzten Sitzung Ende Januar vorgesehen, seitens des Verbandes ab dem Jahr 2021 einen jährlichen „Jagdbeitrag“ in Höhe von € 45 von den LJV-Mitgliedern zu erheben.

Lesen Sie hier die Präsentation des Landesjagdverbandes über den Jagdbeitrag

Lesen Sie hier den Volltext des Landesjagdverbandes über den Jagdbeitrag

 

Landtag verabschiedet neues Jagdgesetz: Auflagen gelockert

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Auflagen für die Jagd in Nordrhein-Westfalen werden wieder gelockert. Der Landtag hat am Donnerstag mit den Stimmen von CDU, FDP und AfD die Novelle des Jagdgesetzes beschlossen. Damit wurden zahlreiche Beschränkungen aus dem ökologischen Jagdgesetz der rot-grünen Vorgängerregierung wieder aufgehoben. SPD und Grüne übten massive Kritik. Die Landesregierung mache sich zum «Erfüllungsgehilfen des Jagdverbandes», so die Grünen. Die SPD sprach von einem «Kniefall vor der Jäger-Lobby».

Die 2015 von Rot-Grün ausgedünnte Liste der unter Jagdrecht stehenden Arten enthält nun wieder alle in NRW heimischen Tiere und ist laut Regierung damit am Bundesgesetz ausgerichtet. Bedrohte Arten wie Wildkatzen oder Fischotter, die auch in NRW vorkommen, dürfen aber trotzdem weiterhin nicht gejagt werden.

Wildschweine dürfen bis 2023 ganzjährig bejagt werden, der Muttertierschutz muss aber gewahrt werden. Damit soll eine Übertragung der Afrikanischen Schweinepest vermieden werden. Beim Fuchs wird die Baujagd wieder freigegeben. Besonders umstritten ist, dass statt des bisherigen «Nachweises einer besonderen Schießfertigkeit» etwa für Treibjagden jetzt nur noch ein «Schießübungsnachweis» erforderlich ist.

Quelle: Donnerstag, 21.02.2019, 14:08 Uhr

Gesetzentwurf Landesjagdgesetz (Drucksache 17/3569)

 

 

Landesjagdgesetz orientiert sich an guter Praxis und mehr Einheitlichkeit

21. Februar 2019, Düsseldorf/Dortmund (LJV). Ralph Müller-Schallenberg, Präsident des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen, äußert sich wie folgt zum heute vom Landtag verabschiedeten neuen Landesjagdgesetz:

CDU, FDP und AfD stimmen für Reform

Jagdgesetz wird zurückgedreht


-Hilmar Riemenschneider- Düsseldorf - Das von Rot-Grün 2015 beschlossene ökologische Jagdgesetz wird weitgehend wieder zurückgedreht. Im Umweltausschuss des Landtags nahm die noch von Ex-Agrar­ministerin Christina Schulze Föcking vorgelegte Reform des Jagdgesetzes am Mittwoch die vorletzte Hürde: Mit den Stimmen von CDU, FDP und AfD beschloss der Ausschuss die zuletzt noch in einigen Punkten geänderte Reform. SPD und Grüne lehnten die Novelle ab, das 2015 beschlossene Gesetz habe sich als tragfähig erwiesen und müsse nicht abgeschafft werden. CDU und FDP betonten hingegen, ihr Entwurf trage den Anforderungen der Jäger und des Tierschutzes Rechnung.


Das Jagdgesetz, dem übernächste Woche noch der Landtag zustimmen muss, richtet die 2015 gekürzte Liste der jagdbaren Arten wieder am Katalog des Bundesjagdgesetzes aus. Die Beschränkungen bei Jagd- und Schonzeiten wird mit einer ebenfalls beschlossenen Verordnung ebenso zurückgedreht wie die Regeln für das Anlocken von Wild durch Futterstellen (Kirrung). Für die Bejagung von Wildschweinen als Schutz vor der Afrikanischen Schweinepest sollen Hunde eingesetzt werden. Mit einem letzten Änderungsantrag von CDU und FDP wird – einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster folgend – auch die Jagdabgabe abgeschafft.

Hilmar Riemenschneider

Quelle: AZ vom 07.02.2019 Seite 5

Pufferzone für Wolfsgebiet Schermbeck

  • Pufferzone auf 2.805 Quadratkilometern
  • Kreise Borken, Kleve, Wesel und Recklinghausen
  • Landwirte bleiben vielerorts skeptisch

Die umliegende "Pufferzone" um das Wolfsgebiet Schermbeck umfasst eine Fläche von 2.805 Quadratkilometern, fast drei Mal so viel wie das Wolfsgebiet selbst. Damit können nun auch Viehhalter von Emmerich bis Recklinghausen und von Velen bis Wachtendonk finanzielle Hilfen für Präventivmaßnahmen bei der Bezirksregierung Münster beantragen. Zuschüsse vom Land gibt es etwa für höhere Zäune oder Herdenschutzhunde.

Dr. Volker Böhning als neuer DJV-Präsident vorgeschlagen
– Ralph Müller-Schallenberg soll Vizepräsident werden
Dezember 2018, Berlin/Dortmund (DJV/LJV).

Das Präsidium des Deutschen Jagdverbandes (DJV) hat am 12. Dezember einstimmig Dr. Volker Böhning, Präsident des Landesjagdverbandes Mecklenburg-Vorpommern, zur Wahl als DJV-Präsident in der Nachfolge von Hartwig Fischer vorgeschlagen. Zur Wiederwahl als Schatzmeister wurde Kurt Alexander Michael einstimmig empfohlen. Damit folgte das DJV-Präsidium den Empfehlungen der Findungskommission unter der Leitung von Präsident Hartwig Fischer, der aus gesundheitlichen Gründen 2019 auf eine Kandidatur für weitere vier Jahre verzichtet hat.

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