Sachstand Jagdabgabe

 

     Das OVG in Münster hat die bisherige nordrhein-westfälische Jagdabgabe für verfassungswidrig erklärt.

  •   Mit der am 21. Februar 2019 verabschiedeten Jagdrechtsänderung ist nun auch die Jagdabgabeerhebung gesetzlich abgeschafft worden.

  •   Bei der Finanzierung der bisher aus den Mitteln der Jagdabgabe geförderten jagdlichen Gemeinschaftsaufgaben kommt somit in Zukunft neue Verantwortung auf uns zu.

    Für diesen Fall haben das Präsidium und der Landesvorstand des LJV NRW bereits in ihrer letzten Sitzung Ende Januar vorgesehen, seitens des Verbandes ab dem Jahr 2021 einen jährlichen „Jagdbeitrag“ in Höhe von € 45 von den LJV-Mitgliedern zu erheben.

Lesen Sie hier die Präsentation des Landesjagdverbandes über den Jagdbeitrag

Lesen Sie hier den Volltext des Landesjagdverbandes über den Jagdbeitrag

 

Landtag verabschiedet neues Jagdgesetz: Auflagen gelockert

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Auflagen für die Jagd in Nordrhein-Westfalen werden wieder gelockert. Der Landtag hat am Donnerstag mit den Stimmen von CDU, FDP und AfD die Novelle des Jagdgesetzes beschlossen. Damit wurden zahlreiche Beschränkungen aus dem ökologischen Jagdgesetz der rot-grünen Vorgängerregierung wieder aufgehoben. SPD und Grüne übten massive Kritik. Die Landesregierung mache sich zum «Erfüllungsgehilfen des Jagdverbandes», so die Grünen. Die SPD sprach von einem «Kniefall vor der Jäger-Lobby».

Die 2015 von Rot-Grün ausgedünnte Liste der unter Jagdrecht stehenden Arten enthält nun wieder alle in NRW heimischen Tiere und ist laut Regierung damit am Bundesgesetz ausgerichtet. Bedrohte Arten wie Wildkatzen oder Fischotter, die auch in NRW vorkommen, dürfen aber trotzdem weiterhin nicht gejagt werden.

Wildschweine dürfen bis 2023 ganzjährig bejagt werden, der Muttertierschutz muss aber gewahrt werden. Damit soll eine Übertragung der Afrikanischen Schweinepest vermieden werden. Beim Fuchs wird die Baujagd wieder freigegeben. Besonders umstritten ist, dass statt des bisherigen «Nachweises einer besonderen Schießfertigkeit» etwa für Treibjagden jetzt nur noch ein «Schießübungsnachweis» erforderlich ist.

Quelle: Donnerstag, 21.02.2019, 14:08 Uhr

Gesetzentwurf Landesjagdgesetz (Drucksache 17/3569)

 

 

Landesjagdgesetz orientiert sich an guter Praxis und mehr Einheitlichkeit

21. Februar 2019, Düsseldorf/Dortmund (LJV). Ralph Müller-Schallenberg, Präsident des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen, äußert sich wie folgt zum heute vom Landtag verabschiedeten neuen Landesjagdgesetz:

CDU, FDP und AfD stimmen für Reform

Jagdgesetz wird zurückgedreht


-Hilmar Riemenschneider- Düsseldorf - Das von Rot-Grün 2015 beschlossene ökologische Jagdgesetz wird weitgehend wieder zurückgedreht. Im Umweltausschuss des Landtags nahm die noch von Ex-Agrar­ministerin Christina Schulze Föcking vorgelegte Reform des Jagdgesetzes am Mittwoch die vorletzte Hürde: Mit den Stimmen von CDU, FDP und AfD beschloss der Ausschuss die zuletzt noch in einigen Punkten geänderte Reform. SPD und Grüne lehnten die Novelle ab, das 2015 beschlossene Gesetz habe sich als tragfähig erwiesen und müsse nicht abgeschafft werden. CDU und FDP betonten hingegen, ihr Entwurf trage den Anforderungen der Jäger und des Tierschutzes Rechnung.


Das Jagdgesetz, dem übernächste Woche noch der Landtag zustimmen muss, richtet die 2015 gekürzte Liste der jagdbaren Arten wieder am Katalog des Bundesjagdgesetzes aus. Die Beschränkungen bei Jagd- und Schonzeiten wird mit einer ebenfalls beschlossenen Verordnung ebenso zurückgedreht wie die Regeln für das Anlocken von Wild durch Futterstellen (Kirrung). Für die Bejagung von Wildschweinen als Schutz vor der Afrikanischen Schweinepest sollen Hunde eingesetzt werden. Mit einem letzten Änderungsantrag von CDU und FDP wird – einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster folgend – auch die Jagdabgabe abgeschafft.

Hilmar Riemenschneider

Quelle: AZ vom 07.02.2019 Seite 5

Pufferzone für Wolfsgebiet Schermbeck

  • Pufferzone auf 2.805 Quadratkilometern
  • Kreise Borken, Kleve, Wesel und Recklinghausen
  • Landwirte bleiben vielerorts skeptisch

Die umliegende "Pufferzone" um das Wolfsgebiet Schermbeck umfasst eine Fläche von 2.805 Quadratkilometern, fast drei Mal so viel wie das Wolfsgebiet selbst. Damit können nun auch Viehhalter von Emmerich bis Recklinghausen und von Velen bis Wachtendonk finanzielle Hilfen für Präventivmaßnahmen bei der Bezirksregierung Münster beantragen. Zuschüsse vom Land gibt es etwa für höhere Zäune oder Herdenschutzhunde.

Dr. Volker Böhning als neuer DJV-Präsident vorgeschlagen
– Ralph Müller-Schallenberg soll Vizepräsident werden
Dezember 2018, Berlin/Dortmund (DJV/LJV).

Das Präsidium des Deutschen Jagdverbandes (DJV) hat am 12. Dezember einstimmig Dr. Volker Böhning, Präsident des Landesjagdverbandes Mecklenburg-Vorpommern, zur Wahl als DJV-Präsident in der Nachfolge von Hartwig Fischer vorgeschlagen. Zur Wiederwahl als Schatzmeister wurde Kurt Alexander Michael einstimmig empfohlen. Damit folgte das DJV-Präsidium den Empfehlungen der Findungskommission unter der Leitung von Präsident Hartwig Fischer, der aus gesundheitlichen Gründen 2019 auf eine Kandidatur für weitere vier Jahre verzichtet hat.

Bundesverwaltungsgericht verwehrt einem Jäger den Schalldämpfer

Ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts verschärft die Rechtsunsicherheit bei der Frage, ob Jäger Schalldämpfer besitzen dürfen. Der DJV kritisiert das Urteil und sieht jetzt den Gesetzgeber in der Pflicht.

30. November 2018, Berlin (DJV), Dortmund (LJV). ) Das Bundesverwaltungsgericht hat gestern die Klage eines Jägers wegen einer waffenrechtlichen Erlaubnis für einen Schalldämpfer abgewiesen. Bei der Urteilsverkündung sagten die Richter, dass Jäger in der Regel kein waffenrechtliches Bedürfnis für einen Schalldämpfer hätten. Die genaue Begründung des Urteils liegt noch nicht vor.

Ganztagsseminar in den Räumen der JAGDPARCOURS BUKE GMBH
am 14. Dezember 2018

Verwertung und Zubereitung von Wildbret – Tipps und Tricks für leckere Schwarzwildgerichte

Wild ist ein ökologisches und hochwertiges Lebensmittel. Auch neben den Buchstaben von Gesetzen und Verordnungen gilt es eine Menge zu beachten, damit Ihr Wildessen zum Genuss wird.

In diesem Jahr beschäftigen wir uns am 14. Dezember intensiv mit dem Schwarzwild. Im Rahmen dieses Seminars wird Ihnen anschaulich gezeigt, welche Schritte sie beachten müssen, um aus einem fachgerecht erlegten Stück Schwarzwild eine leckere und schmackhafte Mahlzeit zubereiten zu können. Mit Dr. med. vet. Michael Schürmann und der Wildköchin Ina-Maria Klups konnten wir namhafte Praktiker gewinnen.

Teilnahmegebühr: 50,- € inkl. Verpflegung

 

Halbtagesseminar „Hege und Bejagung von Wildkaninchen“
am 14. Dezember in Rheinberg

Wildkaninchen – man hat sie oder man hat sie nicht – so sagen einige Jäger.
Im LJV Lehrrevier wurde Anfang der 1990er ein hervorragender Besatz aufgebaut und bis heute nachhaltig bewirtschaftet. Dass man dort einiges von dieser kleinen und schnellen Niederwildart versteht, zeigt sich an den hohen Jahresstrecken.

Anders in so manchen NRW Revieren, dort sind Wildkaninchen durch Myxomatose und Chinaseuche oft so stark reduziert worden, dass sie jetzt dringend der hegenden Hand des Jägers bedürfen.

Im Rahmen dieses LJV-Seminars werden u. a. die Rückgangsursachen und typische Wildkrankheiten beleuchtet sowie Praxisempfehlungen zur Biotopverbesserung und nachhaltigen Bejagung vorgestellt. Eine Exkursion zu den Kaninchenvorkommen im Lehrrevier schließt sich an.

Teilnahmegebühr: 15,- € inkl. Verpflegung

 

Anmeldungen für die Seminare:
Landesjagdverband NRW
Geschäftsstelle Frau Martina Junge

Gabelsbergerstr. 2
44141 Dortmund

Tel.: 0 23 04 – 2 50 55 85      Fax.: 0 23 04 – 9 78 96 10

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Landesjagdverband erläutert Verbesserungsbedarf

13. Dember 2018, Düsseldorf (MULNV). In der gestrigen Expertenanhörung zur Novellierung des Landesjagdgesetzes im Umweltausschuss des Landtages erläuterten Präsident Ralph Müller-Schallenberg und Vizepräsident Hans-Jürgen Thies die bereits schriftlich eingereichte Stellungnahme des Landesjagdverbandes NRW.  In der zweieinhalbstündigen Anhörung wurde klar, dass die Novellierung des Landesjagdgesetzes ein wesentlicher Schritt in die richtige Richtung ist. Müller-Schallenberg: „Jagd ist anerkannter Natur-, Tier- und Artenschutz! Die angestrebten Verbesserungen des Jagdrechtes sind dringend erforderlich.“

Afrikanische Schweinepest: Land mahnt weiterhin zu Umsicht
Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser: "Einschleppungsgefahr ist nach wie vor hoch"   

       
November 2018, Düsseldorf (MULNV). Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser bittet weiterhin um achtsames und aufmerksames Verhalten in Bezug auf die Afrikanische Schweinepest: "Die Gefahr der Einschleppung ist nach wie vor hoch. Es ist sehr wichtig, dass sich alle so verantwortungsbewusst wie möglich verhalten, um einen Ausbruch hierzulande zu verhindern." Als Hauptübertragungsquellen der ASP gilt neben den Wildschweinen vor allem das Verhalten von Menschen. So kann der Erreger über Kleidung, Autoreifen oder Nahrungsmittel, wie zum Beispiel ein achtlos entsorgtes Wurstbrot übertragen werden.

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